Meeresrauschen

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Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist berühmt für ihre Traumstrände, Wälder, Dünen, Steilküsten und die einzigartige Boddenlandschaft. Sie liegt an der südlichen Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund und ist im Laufe der Jahrhunderte aus den drei Inseln, die ihr den Namen gaben, hervorgegangen
Ein Bodden ist ein vom offenen Meer durch Landzungen abgetrenntes Küstengewässer (d. h. eine Lagune) an der Ostsee. Der Begriff umfasst somit große Lagunen, die nur über schmale Meeresarme mit dem offenen Meer in Verbindung stehen. Eine kleinere Bucht innerhalb dieser Lagunen wird auch als Wiek bezeichnet. Die Bodden haben einen geringeren Salzgehalt als die Ostsee, da einmündende Fließgewässer laufend Süßwasser liefern und der Wasseraustausch mit dem offenen Meer lediglich über die Flutrinnen erfolgen kann.

Strand in Barhöft - Wasser leider nur knietief

Barhöft am Kubitzer Bodden

da bildet sich ein Kumulushaufen

Blick von Zingst über den Barther Bodden

Sonnenfunkeln auf dem Bodden

Der „Prerowstrom“ ist ein Meeresarm der Ostsee. Er beginnt bei der Insel Schmidtbülten im Bodstedter Bodden und windet sich in der Landschaft der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, wo er den Darß von der Halbinsel Zingst trennt. Er endet am Hafen des namensgebenden Ortes Prerow. Der Prerower Strom gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.

große Biegung in den Bodden hinein

Der Prerower Strom ist kein Fluss, sondern ein sogenanntes Seegatt, und entstand erst im ersten Jahrtausend n. Chr. In der Regel verlief die Strömung des Prerower Stroms landwärts, wodurch die Schmidtbülten als Teil eines rückläufigen Deltas entstanden sind. Bis ins 19. Jahrhundert verband der Prerower Strom den Bodden mit dem offenen Meer.
Heute ist der Strom, in dem schon lange keine Strömung mehr herrscht, in vier Teile gegliedert, die alle durch Straßendämme getrennt und durch kleine Kanäle miteinander verbunden sind. Sie sind im Durchschnitt bis zu 3 Meter tief.
Der längste Teil ist gut 7km lang und reicht vom Bodden bis zur Bäderstraße in Prerow.

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Auf dem Hauptarm des Prerower Stroms kann man von Prerow aus zu mehreren Orten auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und dem nahen Festland fahren. Dies ist sowohl mit Fähren als auch mit Fahrgastschiffen möglich.

eine riesige Herde

Unterwegs mit dem Schiff kann man eine Rarität entdecken: Wasserbüffel. Die schwarzen Riesen stehen auf den Schmidt-Bülten, einer kleinen Grasinsel vor Zingst. Wasserbüffel sind ideal für diese Gegend. Sie sinken nicht ein im schlammigen Untergrund, waten problemlos durchs Wasser und können sogar schwimmen. Außerdem fressen sie das Salzgras, welches für andere Tiermägen nicht bekömmlich ist.

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Ungestört die Natur genießen gelingt aber nur, wenn alle die Regeln des Nationalparks befolgen.

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Buhnen am Strand von Zingst
Eine Buhne ist ein im rechten Winkel zum Strandverlauf in das Meer vorgebautes wand- oder dammartiges Bauwerk, das dem Küstenschutz dient. Meist handelt es sich dabei um Reihen von Pfählen aus Holz. Buhnen haben den Zweck, die Wellen zu brechen und (uferparallele) Strömungen vom Strand fernzuhalten bzw. diese zu leiten, um das Sandabtreiben vom Strand zu verhindern.

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die nächste Welle könnte eine hohe sein...

Sonnenfunkeln

Der Darßer Ort bildet die nördlichste Landzunge der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Er liegt etwa sechs Kilometer nordwestlich des Ostseebades Prerow und elf Kilometer nordnordöstlich des Ostseebades Ahrenshoop an der nordwestlichsten Stelle der Halbinsel Darß.

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Das gesamte Gebiet des Darßer Ortes kann nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einer Pferdekutsche ab Prerow erreicht werden. Autoverkehr ist nur in sehr begrenztem Maße der Nationalparkverwaltung vorbehalten.

Wanderung zum Darßer Ort

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Touristische Ziele am Darßer Ort sind das Natureum, eine Außenstelle des Meeresmuseums Stralsund, und der 1847/1848 errichtete und 35 Meter hohe Leuchtturm, der zu bestimmten Zeiten bestiegen werden kann. Die sehenswerte Natur des relativ „jungen“ Landes und die fast unberührten Strände sind auf einem Rundweg zugänglich.

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Südlich vom Darßer Ort befindet sich der Weststrand – er wurde als einer der 20 schönsten naturbelassenen Strände der Welt gekürt. Auch diesen erreicht man nicht mit dem Auto, gerade das macht u.a. auch seinen Reiz aus.

Abschiedsfoto

Der Wind weht am Darß fast ausnahmslos von Westen, daher findet man gerade am Weststrand stark in eine Richtung wachsende Bäume – sogenannte Windflüchter.

viele Windflüchter am Esper Ort



4 Kommentare

  1. Herbert wrote:

    Das ist ein wunderschöner Spaziergang – man hat Anteil an deinem schönen Urlaub.

  2. Simone wrote:

    Eine sehr schöne Serie liebe Rafi mit ganz wundervollen Impressionen eines ganz wunderbaren Fleckchen in unserem Land. Ein toller Querschnitt.
    GlG Simone

  3. Anuschka wrote:

    Hier ist ja ein Bild schöner als das andere … diese Bilder laden einen zum träumen ein, sehr gut

  4. Karin wrote:

    das ist klasse mit der Spiegelung und dem Schatten

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